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Aktuelles

Offener Brief an Herrn Oberbürgermeister Frank Meyer

Interessentengruppe Mehrgenerationenwohnen

  1. Juni 2020

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Meyer!

Veranlasst durch große enttäuschende Kommunikation (s.u.) mit dem Dezernenten Herrn Beyer, und auch enttäuscht von vielen seit langer Zeit nicht eingehalten Zusagen aus der Verwaltung, möchten wir Ihnen mitteilen, dass wir für eine Realisierung unseres Projektes am Luiter Weg keine Chance mehr sehen und unser Wohnprojekt in einer Nachbargemeinde, die uns mehr unterstützen wird, aufbauen wollen.

Wir haben, wie Sie aus unserer nachfolgenden Beschreibung entnehmen können, nicht den Eindruck, dass ein Interesse der Stadt Krefeld besteht, dass die Niepkuhler Krähennest eG in Krefeld mit ihrem inklusiven und sozial wie ökologisch innovativen Konzept Wohnungsbau errichtet.

Für uns ist das ein großer Schritt und ich darf noch mal zum Abschluss skizzieren, wie der Werdegang unserer Gruppe sich gestaltet hat. Sie können daran sicherlich auch das Ausmaß unserer Enttäuschung nachvollziehen.

 

2012:   Veröffentlichung der Initiative in einer Zeitung, es finden sich Interessenten zu einer Gruppe zusammen

2013:   Pfingsten Gründung des Vereins nachhaltiges Wohnen in Krefeld

2014:   Gründung der Genossenschaft Niepkuhler Krähennest eG

 

            Gespräche mit Herrn Hudde/Herrn Mertens: eine Option auf das Grundstück Luiter Weg wird verhandelt

 

2015:   im März Kontakt mit dem LVR, dem das Grundstück gehört

            Kontakt mit Lebenshilfe und SKF zur Sondierung wegen Wohngruppen im Projekt

 

2016:   Projektionsgespräch mit Verwaltung und Entwickler. Das Grundstück soll dem Krähennest zugeschrieben werden Verhandlung mit den Parteien. Idee einer Verhandlung über Erbbaupacht vom LVR, die jedoch ein Jahr später scheitert

 

2017:   Herr Linne initiiert für uns, das Grundstück vom LVR zu übernehmen, damit wir darauf bauen können.

            Das Gesamtgebiet Wiesenhof kommt in die politische Diskussion. Statement aus der Verwaltung: eine Vorabentwicklung für das Krähennest sei möglich

            Kontakt zu den Planern aus dem städtebaulichen Wettbewerb, die Informationsübergabe ist mangelhaft.

            Erste Anfragen aus dem Liegenschaftsamt über die Größe einer möglichen Erbbaupacht.

2018:   Verlegung der Straße aus dem Siegerentwurf in „unserem“ Grundstück soll an den Verfasser übermittelt werden, der sich offensichtlich weigert, dies umzusetzen.

            Wir waren im September 2018 bei Ihnen, um Ihnen unser Projekt vorzustellen und Ihre Hilfe zu erfragen. Damals haben wir Sie mit der Aussicht und, wie wir dachten, berechtigten Hoffnung, dass eine Klärung unseres Anliegens in greifbarer Nähe sei, verlassen.

2ß19:   Der Grundstückserwerb vom LVR durch die Stadt dauerte dann doch noch bis zum Frühjahr 2019.

            Wir haben auf vielfältigen Wegen versucht, Kontakte zu pflegen (mit Herrn Linne, Herrn Visser, Herrn Merkel, den Fraktionen, dem Bürgerverein Traar und nicht zuletzt mit dem Stadtrat) und uns auf dem Laufenden zu halten.

            Nach der Stadtratssitzung vom 28. November 2019, die uns den eigenen Weg eines Vorhaben bezogenen Planungsverfahrens am Luiter Weg eröffnet, versuchten wir mit Herrn Beyer die nächsten Schritte zu besprechen und möglichst einzuleiten.

 

Nun kommen wir zu unserem aktuellen Problem:

  • Wir hatten ein Treffen zu einem rasch bereitgestellten Termin am 7.2.2019 mit Herrn Beyer; unsererseits nahmen teil: Herr W. Kiehle (Projektberater), Herr B. Frömgen-Siebenmorgen (Architekt), Herr Dr. Bernd Kaufmann, Herr Johannes Klein.
  • Ein bei diesem Treffen mit Herrn Beyer persönlich vereinbarter Folgetermin am 11.März 2020 platzte, da Herr Beyer, wie wir nach ca. einer Stunde Wartezeit erfuhren, dienstlich verhindert war. Angereist waren aus Dortmund Herr Kiehle, aus Herzogenrath Herr Frömgen-Siebenmorgen; Dr. Kaufmann hatte seine Sprechstunde für diesen Termin vorzeitig beendet. Der Termin war im Vorfeld weder infrage gestellt noch gar abgesagt worden!
  • Weitere Terminanfragen per Email und Telefon blieben unbeantwortet.
  • Ein Telefontermin, der mit Dr. Kaufmann für den 15.5. vereinbart war, fand ohne Absage nicht statt. Erst auf Nachfrage am folgenden Arbeitstag wurde dies mit Erkrankung begründet. Ein erneuter schriftlich angebotener Telefontermin am 30. Mai wurde ebenso nicht eingehalten.

 

Abgesehen von der menschlichen Enttäuschung zeigt dieses despektierliche Verhalten, dass kein Interesse an unserem Anliegen besteht. Da wir wegen der Besonderheit unseres Projektes (Inklusion, neuartige ökologische Bebauung usw.) auf eine enge Zusammenarbeit mit der Verwaltung angewiesen sind, verlassen wir den Standort Krefeld. Viele Jahre mit vielen Workshops, mit vielen Treffen, mit hohem zeitlichen und finanziellem Aufwand (viele 1.000 Euro) haben uns viel gelehrt, wir werden woanders weitermachen.

Wir machen weiter! Wir sind auf der Suche nach einem geeignetem Grundstück im Umland von Krefeld.